Schweizer Cup: Ein Final ohne Favorit

01.06.2024 23:45

Schweizer Cup: Ein Final ohne Favorit

Der 99. Schweizer Cupfinal am Sonntag zwischen Lugano und Servette ist eine Partie ohne Favoriten. "Details und der mentale Aspekte werden entscheidend sein", versichert Luganos Coach Mattia Croci-Torti.

Müsste man doch einer der beiden Mannschaften einen leichten Vorteil gegenüber der anderen attestieren, dann erhielte der FC Lugano den Favoritenstatus. Die Tessiner beendeten die Meisterschaft knapp vor Servette und spielen schon den dritten Cupfinal in Folge unter Trainer Mattia Croci-Torti. "Wir werden uns nicht verstecken", versichert der 42-jährige Coach an der Medienkonferenz vor dem grossen Spiel, meint aber auch: "Es ist ein 50:50-Spiel."

Der Respekt von Lugano gegenüber Servette kommt nicht von ungefähr.

In den vier bisherigen Duellen mit den Genfern in dieser Saison gab es drei Niederlagen und ein Unentschieden. Gegen keinen anderen Ligakonkurrenten haben die Tessiner seit dem letzten Sommer eine so schlechte Bilanz. Auf die Taktik für den Final angesprochen verriet Croci-Torti natürlich nichts, meinte aber: "Wenn man in vier Spielen nur ein Remis holt, muss man etwas ändern."

René Weiler, der Zürcher Trainer von Servette, befand, dass Lugano mit seinem Kader zwei gleichwertige Mannschaften aufstellen könnte, während er auch wegen der Verletzung von Enzo Crivelli nur auf anderthalb Stürmer zurückgreifen kann. Jérémy Guillemenot und Alexis Antunes scheinen die wahrscheinlichsten Möglichkeiten für die personell schwierige Position der zentralen Angriffsspitze.

Weiler war darauf bedacht, etwas Druck von seiner Mannschaft zu nehmen, von der erwartet wird, dass sie nach 23-jähriger Durststrecke endlich wieder einmal einen Titel für den Klub gewinnt. "Es war eine hervorragende Saison", urteilte der Trainer noch vor dem 58. Match dieser Spielzeit, der dem Fussballjahr der Grenat die Krone aufsetzen soll.

SFV / Keystone-SDA